Vetoquinol

Wissenschaftliche Informationen

Die Keratinbildung beim Pferd

Zur Regulierung und Stabilisierung der Keratinbildung in Huf, Haar und Haut vier wichtige Nährstoffe supplementiert werden.

Biotin

Das wasserlösliche Vitamin H = Haut- und Hufschutzvitamin = Biotin spielt bei der Gesunderhaltung von Haut, Haar und Hufhorn eine zentrale Rolle. Bei Unterversorgung wegen erhöhten Bedarfs, gestörter Synthese im Darm oder ungenügender Verwertung sind Einflüsse auf Enzymsysteme im Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel zu erwarten. Insbesondere kann der Aufbau, die Umwandlung und Neubildung von Fettsäuren betroffen sein.

Um sichtbare Schäden an Haut, Fell, Mähne, Schweif und Hufhorn zu vermeiden, wird vorbeugend im Futter ein Biotingehalt empfohlen von :

  • 0,05 mg / kg TS zur Erhaltung
  • 0,10 mg / kg TS für Fohlen
  • 0,20 mg / kg TS für Zuchtstuten

Sind Struktur und Konsistenz des Hufhorns bereits verändert, muss nach relativ einheitlichen Empfehlungen in der Literatur erheblich höher supplementiert werden: 

  • 15 mg / Tier / Tag (Zeyner, 1995)
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Biotin beschleunigt nicht das Hornwachstum, sondern optimiert die Qualität des nachwachsenden Horns. Die Dauer einer Biotin-Zusatzversorgung, z. B. bei Schäden am Kronrand, richtet sich nach den Wachstumsraten der Hornwand und kann somit 8 bis 12 Monate betragen. Biotin beseitigt ernährungsbedingte Schäden der Haut und des Haares, unterstützt den Haarwechsel und bewirkt bei gut versorgten Pferden ein gesundes, glänzendes Fell.

Zink

Während Biotin die Elastizität und Zugfestigkeit des Hufhorns verbessert, können Zinkgaben bei Pferden mit mangelhaftem Hufhorn die Härte, d. h. die Druckfestigkeit verstärken (Coenen u. Spietzlei, 1996). Da der in Futtermitteln geforderte Zinkgehalt von 50 mg / kg TS meist nicht erreicht wird oder die Zinkverwertung im Tier gestört sein kann, sind zusätzliche Gaben von maximal 1 mg (elementarem) Zink / kg KGW / Tag in Betrieben mit Pferden mit Hufproblemen oder bei Fohlen mit orthopädischen Entwicklungsstörungen (DOD) angezeigt.

Methionin

Aminosäuren wie Methionin, Cystin und Cystein werden bei der Keratogenese benötigt und beeinflussen die Fellkondition und die Festigkeit des Hufhorns. Zwischen der Hufhornhärte und dem relativen Cystingehalt besteht ein direkter Zusammenhang (Coenen und Spitzlei, 1996). Methionin kann im Stoffwechsel zu den nicht essentiellen Aminosäuren Cystein und Cystin umgebaut werden.

Schwefel

Wie alle Nichtwiederkäuer kann das Pferd aus dem Futter fast nur organischen Schwefel nutzen, obwohl geringe Mengen anorganischen Schwefels absorbiert werden. Schwefelhaltiges mikrobielles Protein aus Colon und Caecum wird ebenfalls kaum verwertet. Daher müssen Pferde über organische Schwefelspender, wie z. B. das Methionin, mit Schwefel ausreichend versorgt werden, um Störungen bei der Keratogenese für Huf, Haut und Haar zu vermeiden.

 



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