Vetoquinol

Wissenschaftliche Informationen

Regeneration des Pferdes

 

In bestimmten physischen und psychischen Stresssituationen ist der Organismus des Pferdes auf eine hochkonzentrierte, schnell verfügbare Zusatzversorgung mit Vitaminen, Elektrolyten, Spurenelementen und Aminosäuren angewiesen. Dies gilt im Besonderen nach extremen körperlichen Anstrengungen im Training und Wettkampf, aber auch nach Transporten, in der Rekonvaleszenz, im Haarwechsel und bei allgemeiner Instabilität oder Schwäche, verbunden mit Appetitlosigkeit.

Die Nährstoffe

 

Vitamine des B-Komplexes werden im Dickdarm des Pferdes unter normalen Umständen in ausreichender Menge durch die Darmflora gebildet. Bei übermäßiger Anstrengung, Stress oder Verdauungsproblemen ist eine Unterversorgung aber ebenso möglich wie durch toxische Futterinhaltsstoffe.

Das Vitamin B1 (Thiamin, Aneurin) hat wichtige Funktionen im Energiestoffwechsel zu erfüllen. Der Bedarf liegt bei 3 mg pro kg Futtertrockensubstanz und erhöht sich bei Arbeitsleistung bis zum Doppelten. Als Zeichen eines Vitamin-B1-Mangels treten Appetitlosigkeit, Gewichtsverluste, Nervosität, unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand und allgemeine Schwäche auf.

Für Vitamin B2 wird der Normalbedarf mit 2,2 mg/kg Futter-TS angegeben. Vitamin B6, Niacin (Nicotinsäure) und Pantothensäure haben eine Schlüsselfunktion im gesamten Stoffwechsel. Cholin beeinflusst den Fettstoffwechsel und spielt bei der Übertragung von Nervenreizen eine wichtige Rolle.

Vitamin B12 ist im Zusammenhang mit Kobalt für die Blutbildung wichtig, bei Anämien kann es zusätzlich zu einer Eisenversorgung verabreicht werden. Inosit ist für den Stoffwechsel der Muskelzellen von Bedeutung.

Das Vitamin E begünstigt den Stoffwechsel und die Sauerstoffversorgung der Muskulatur, zum Teil auch im Zusammenhang mit Selen. Vitamin E schützt außerdem Vitamin A, ß-Carotin und ungesättigte Fettsäuren vor Oxidation und erhält somit deren Wirksamkeit.

Der Bedarf beim Pferd liegt bei 0,25 mg pro kg KGW, bei Rennpferden werden gezielt während der Tage höchster Beanspruchung 1 bis 3 g Vitamin E pro Tag gegeben. Bei der Weißmuskelkrankheit der Fohlen werden die Selen- und Vitamin-E-Zufuhr erhöht. Das Tying up-Syndrom tritt fast ausschließlich bei Rennpferden auf. Vitamin-E- und Selenmangel sind auslösender Faktor.

Meist nach intensivem Training oder Rennen sind Steifheit und Nachschleifen der Hinterhand zu erkennen, nervöse Pferde können erste Anzeichen aber bereits vor der Arbeit zeigen. Die Rückenmuskulatur ist verspannt, der Rücken sogar etwas verkrümmt. Die Belastung der langen Rückenmuskeln, besonders in der Lendenregion, ist für das Pferd schmerzhaft (Ahlswede, 1991).

Eisen (Fe) wird zur Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und des Muskelfarbstoffes Myoglobin benötigt. Folglich spielt das Eisen eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung durch die roten Blutkörperchen und damit für die Bewegungsleistung.

Der Eisenbedarf ist abhängig von Eisenverlusten über Milch, Schweiß und Blutverluste infolge starken Parasitenbefalls oder Verletzungen. Eisenverluste über Schweiß können mit 20 mg Eisen pro kg Schweiß (Schmidt, 1984) kalkuliert werden. Unterversorgungen mit Eisen äußern sich in Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit, Blutarmut und Gewichtsverlusten. Eine gezielte Ergänzung mit Eisen kann notwendig werden bei stark verwurmten Pferden und zeitweilig bei Hochleistungspferden (Ahlswede, 1991).

Die hohe Elektrolytkonzentration im Pferdeschweiß bedingt besonders bei länger anhaltendem Training und harter Muskelarbeit einen Mehrbedarf an Mineralstoffen wie Ca, P, Mg, Na, K und Zn sowie Cl. Zum Teil entstehen, wie bei Na und Cl, Verluste im Bereich von über 100 g / Tier, die einer gesonderten Substitution bedürfen. Bei anderen Mineralstoffen und Spurenelementen kann die entstandene Unterversorgung durch schnell verfügbare Nährstoffformulierungen wie in EQUISTRO ENERGY BOOSTER ausgeglichen und die Regeneration und die Erholungsphase verkürzt werden.

Kaliumverluste über den Schweiß betragen etwa 1,5 g pro kg (Lindner, 1983). Im Zusammenhang mit hohen Schweißverlusten und einseitigen Kraftfutterrationen oder auch Durchfällen ist eine verminderte Kaliumversorgung denkbar. Hieraus können Leistungsschwäche, Müdigkeit und eine herabgesetzte Futteraufnahme resultieren, einhergehend mit einer Belastung des Wasser- und Wärmehaushaltes. Ein Kaliumgehalt im Blutserum wird kritisch bei einem Wert unter 12 mg / dl. Die Probe muss allerdings vor der Arbeitsbelastung genommen werden, da der Kaliumgehalt nach Belastung für kurze Zeit abfällt. Der Kaliumgehalt der Trockensubstanz der Gesamtration sollte wenigstens 0,4 % betragen, bei Pferden mit erheblichen Schweißverlusten bis zu 0,9 % (Ahlswede, 1991).

Das Magnesium erfüllt vorwiegend Funktionen im Bereich des Muskel- und Nervenstoffwechsels. Der Bedarf lässt sich durch 0,2 % TS im Futter abdecken. Bei Mangel zeigen sich Erschöpfung, unsicherer Gang, Nervosität, Muskelzittern und Krämpfe. Ein Magnesiumgehalt im Blutserum von 1,4 bis 2,5 mg / dl spricht für eine normale Versorgung, 1,0 bis 1,4 mg / dl für einen leichten Mangel. Durch Gaben leicht verfügbaren Magnesiums (z. B. MgO) erhofft man sich ein vom Nervenkostüm her gelassen erscheinendes Sportpferd und die Verhinderung eines Leistungsabfalles im Energiehaushalt (Ahlswede, 1991).

Zink hat u. a. Funktionen bei Fermentreaktionen im Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Die zu empfehlende tägliche Versorgung mit Zink liegt bei 50 mg pro kg Futtertrockensubstanz. Da Schweiß ca. 10 mg Zink / 1 kg enthält, kann durch starkes Schwitzen Zinkmangel und dadurch eine Verstärkung von Stressreaktionen enstehen (Ahlswede, 1991).

 



Folge uns auf facebook




Club EQUISTRO

Das EQUISTRO Bonussystem - Sammeln Sie Punkte für hochwertige Prämien.

IPALIGO foal – für starke und vitale Fohlen

 

Pünktlich zur Fohlensaison stellt EQUISTRO ein neues Produkt aus dem Bereich Zucht vor: IPALIGO foal enthält essentielle Nährstoffe, die Fohlen für einen guten Start ins Leben benötigen.