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Wissenschaftliche Informationen

Fohlengeburt

Der Geburtsvorgang und die ersten Lebenstage stellen eine kritische Phase für Fohlen dar. In den ersten Lebensstunden müssen sie genügend Muttermilch aufnehmen, um wichtige Nährstoffe und dringend benötigte Abwehrstoffe zu erhalten. Dies gilt in besonderem Maße für Frühgeburten, Zwillinge, Fohlen aus Schwergeburten, erheblich übertragene Fohlen sowie für unter- oder übergewichtige Fohlen.

Aber für eine optimale Versorgung reicht die Muttermilch oft nicht aus. So haben frühgeborene Fohlen einen erheblichen Zusatzbedarf an Eisen, da erst im letzten Trächtigkeitsmonat 50 % des Eisenvorrates im Fötus (2 mg Eisen je kg KM / Tag) retiniert werden (Meyer, 1996). Saugfohlen erhalten zudem über die Stutenmilch nur 10 % ihres tatsächlichen Eisenbedarfs (Sonntag et al., 1996).

Der Fehlbedarf wird durch Reduzierung der Erythrozytenzahl und dadurch wieder im Körper freiwerdendes Eisen nahezu kompensiert, ein Teil muss aber von außen zugeführt werden. Leider muss in vielen Zuchtbetrieben mit einer permanenten Unterversorgung an Eisen von bis zu 50 % durch Grund- und Mischfuttermittel gerechnet werden, so dass bei Fohlen der Bedarf nicht gedeckt wird (Hackländer et al., 1996).

Fohlen - orthopädische Probleme (Developmental Orthopedic Diseases, DOD)

  • allgemeiner Gliedmaßenverstellung bei Neugeborenen
  • verhärteten und verkürzten Sehnen, Fußungsproblemen (Stelzfüßigkeit)
  • Auftreibungen an Gelenken, Überbeinen
  • Veränderungen der Halswirbelsäule

Untersuchungen u.a. aus den USA beweisen, dass diese Veränderungen durch Spurenelementmangel, insbesondere von Kupfer, sowie eine unausgewogene Spurenelement- oder Mineralstoffversorgung bedingt sein können (Knight et al., 1990; Bridges und Moffitt, 1990; Hurtig et al., 1991; Finkler-Schade et al., 1996; Jeffcott und Savage, 1996; Pagan und Jackson, 1996; Davies et al., 1996). Eine zu geringe Kupfer-Versorgung des Fohlens im Mutterleib, hohe Milchleistung der Stute und dadurch bedingt späte Beifutteraufnahme des Fohlens sowie eine hohe tägliche Gewichtszunahme des Fohlens begünstigen das Auftreten von orthopädischen Problemen.

Wässriger Kot

Wässriger, breiiger Kot führt zu Verlusten an Spurenelementen und Elektrolyten. 

Tragende Stuten

Spurenelemente wie Eisen, Kupfer etc. werden zum größten Teil im 10. und 11. Trächtigkeitsmonat in den Fötus eingelagert (s. o.). Kupferreserven werden in der Leber gespeichert und nach der Geburt, da für die Blutbildung benötigt, rasch abgebaut. Eine Unterversorgung bedingt die zuvor aufgeführten Gliedmaßenveränderungen neugeborener Fohlen, insbesondere bei Frühgeburten.

Es empfiehlt sich daher, die Stute in der Hochträchtigkeit mit entsprechenden Ergänzunsgsfuttermitteln zu versorgen. Eine Gabe direkt nach dem Geburtsvorgang hat einen roborierenden Effekt.

Deckhengste

Ein erhöhter Bedarf an Spurenelementen besteht bei starker Deckbeanspruchung oder verminderter Deckleistung des Zuchthengstes.

Leistung und Vitalität

Auch bei Freizeit-, Senioren- und Sportpferden besteht ein erhöter Spurenelement- und Vitaminbedarfs bei Leistungsschwächen, bei mangelhafter Blutbildung, zur Unterstützung nach Wurmkuren, zur Stoffwechselstimulierung, im Haarwechsel, bei Appetitlosigkeit, in der Rekonvaleszenz, bei allgemeiner Instabilität, Alter und mangelnder Leistungsbereitschaft.

Die Fachliteratur enthält zahlreiche Hinweise zur Notwendigkeit einer Futterergänzung mit bestimmten Spurenelementen beim Pferd (Meyer, 1994; Lewis, 1995; Zeyner, 1995). Gleiches gilt für die Vitamine des B-Komplexes (NRC, 1989; Zeyner, 1995). Nur über die Möglichkeit einer Versorgungslücke mit Vitamin K 3 beim Pferd wird in der Literatur konträr diskutiert (Lewis, 1995; Friedrich 1987).

 

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