Vetoquinol

Wissenschaftliche Informationen

Da die ersten sieben Lebensmonate

die Hauptwachstumsphase des Fohlens sind, müssen zu dieser Zeit besonders hohe Ansprüche an eine bedarfsgerechte und biologisch hochwertige Nährstoffversorgung gestellt werden.

Das Hauptnahrungsmittel der Fohlen, die Muttermilch, deckt leider den Bedarf des wachsenden Tieres an einigen wichtigen Mengen- und Spurenelementen bei weitem nicht ab. Nach Sonntag, 1996, erhalten Fohlen im 3. Laktationsmonat z.B. nur 37 % ihres Bedarfs an Ca, 20 % ihres Bedarfs an Mg, 17 % ihres Bedarfs an P und 12 % ihres Bedarfs an Fe über die Stutenmilch.

Kupfer muss in der Leber des Fötus gespeichert und nach der Geburt mobilisiert werden, da der Cu-Gehalt der Stutenmilch gering ist. 61 % von abortierten oder früh verstorbenen Fohlen hatten aber ungenügende Mengen Cu gespeichert, wie bei Untersuchungen nachgewiesen wurde (Hebeler et al., 1996). Daher ist bei 2 von 3 früh geborenen Fohlen ein Cu-Mangel sehr wahrscheinlich, und auch bei Normalgeburten muss mit geringem Kupfervorrat und daraus schnell folgendem Kupfermangel gerechnet werden.

Zink-Werte in der Leber von Fohlen korrelieren mit den Werten im Metacarpus. Ungenügende Vorräte könnten Ursache für Störungen in der Skelettmineralisierung und Unterentwicklung sein.

Vitamin-A-Reserven in der Leber neugeborener Fohlen sind sehr begrenzt. Kolostrum enthält zwar große Mengen, trotzdem weisen Fohlen Serumwerte wie alte Pferde mit Mangel auf. Die Vitamin-A-Versorgung auf der Weide ist außerdem ungenügend (Kronfeld et al., 1996). Eine direkte Substitution beim Fohlen - nicht über die Stute - ist zu empfehlen (Greiwe-Crandell, 1996).

Über Weidegras kann eine Mangelsituation an Mineralien nicht behoben werden. Auf Weiden in Westfalen waren Fohlen nach Finkler-Schade et al., 1996, wie folgt erheblich unterversorgt: mit Ca 100 %, mit P 100 %, mit Mg 90 %, mit Fe 20 %, mit Cu 100 % und mit Zn 70 % der Fohlen.

Auch im Winter verbessert sich für viele Fohlen die Situation nicht wesentlich. Trotz Gabe von Mineralstoffen in 38 untersuchten Zuchtbetrieben konnten Hackländer et al., 1996, während der Stallperiode eine Unterversorgung der Fohlen nachweisen: In 16 % der Betriebe mit Fe, in 3 % der Betriebe mit Mg, in 30 % der Betriebe mit Cu und in 30 % der Betriebe mit Zn.

Zu diesem Gesamtbild der nicht gesicherten Versorgung von Fohlen mit wichtigen Nährstoffen im wichtigsten Lebensabschnitt passt die Vielzahl von Stellungs- und Gliedmaßenveränderungen, die während der Weideperiode bei Saugfohlen, gehäuft ab dem 5. Lebensmonat, beobachtet werden (Finkler-Schade, 1996), sowie die unter DOD (=developmental orthopedic diseases) im englischen und amerikanischen Schrifttum zusammengefassten Gelenk-, Knochen- und Sehnenerkrankungen der Fohlen, Absetzer und Jährlinge. Auch wenn andere zusätzliche Ursachen dieser orthopädischen Erkrankungen nicht in allen Fällen auszuschließen sind, dürfte unstrittig sein, dass

  • bei nahezu allen Fohlen mit Mangelversorgung zu rechnen ist
  • Supplementierungen z.T. überraschende Erfolge zeigen und
  • irreparable Spätschäden des Skeletts und des Bewegungsapparates durch frühzeitige Supplementierung, d.h. spätestens ab dem 3. Lebensmonat, vermieden werden können
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